Wolfsnachweiß im Kreis Warendorf

Die genetische Untersuchung hat den Wolfshinweis im Kreis Warendorf bestätigt.
Nachdem in Oelde drei gerissen Schafe gefunden wurden hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz( LANUV)
am 22.04 2016 den Wolfsnachweis bestätigt.
 
Der Nabu-Kreisverband Warendorf begrüßt die Rückkehr des Wolfes auch im NRW.
Für lange Zeit war der Wolf durch Ausrottung in ganz Deutschland verschwunden. Erst die intensiven Naturschutz und Artenschutzmaßnahmen  haben seine neue Besiedlung möglich gemacht.
 
Der Wolf der in unseren Kreis am 06.04. die Schafe gerissen hat ist laut LANUV ein männliches, junges Tier aus einen Wurf eines Rudels in Cuxhaven.
Nach derzeitigen Erkenntnissen ist er innerhalb von 38 Tagen über 230 km gelaufen.
 
Es handelt sich um einen sogenannten Wanderwolf. Das sind junge Wölfe die ihr Rudel verlassen, um einen geeigneten Lebensraum zu finden. Erst wenn der passende Partner gefunden wird und der Lebensraum günstig ist bleibt der Wolf vor Ort.
Er besetzt sein Territorium ( ca. 250 km²) und zieht dort seine Welpen auf. Die Elterntier und die Welpen bilden das Rudel.
 
Das heißt für den Kreis Warendorf. Es ist ein Wolf auf der Suche nach einen geeigneten Lebensraum, durch unseren Kreis gelaufen. Mehr weiß man nicht. Wo er sich niederlassen wird ist ungewiss. Geeignete Gebiete können die Senne, das Sauerland oder die Eifel sein.
Unabhängig davon, ob es sich bei den Wölfen nur um durchwandernde oder um territoriale Teire handelt, ist es nun wichtig Nutztierhalter über Herdenschutzmöglichkeiten zu informieren, um Nutztiere effektiv zu schützen und Wölfe nicht auf diese Nahrungsquelle zu konditionieren. Durch ein möglichst lückenloses Monitoring sollte in einen ersten Schritt sichergestellt werden, ob, wo und wann dieses Tier ein Revier einnimmt oder ob er weiterwandert. Dieses Monitoring muss organisiert unter Berücksichtung der Artenschutzbestimmungen geschehen. Das LANUV hat die entsprechenden Informationen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
 
Für die derzeitigen Schäden gibt es für die Nutztierhalter einen Schadensausgleich.
 
Generell stellt der Wolf für den Menschen keine Bedrohung dar. Seit der Rückkehr der Wölfe vor über 15 Jahren nach Deutschland gab es keinen Fall, in dem sich ein Wolf einem Menschen aggressiv genähert hat.
 
In NRW gibt es den Landesfachausschuss Wolf. (Nabu LFA Wolf)  . Der LFA Wolf in NRW (http:/www.nrw-wolf.de bietet
Informationen und Veranstaltungen um Fragen rund um die Rückkehr des Wolfes nach NRW zu beantworten.
 
Das der Wolf wieder im Kreis Warendorf war ist ein Artenschutzhistorisches Ereignis. Hier zeigt sich das gesetzlich geschützte Arten sich wieder ausbreiten können. Der Wolf und andere, wie auch der Fischotter kommen zurück. In Zeiten in denen wir einen dramatischen Verlust von Pflanzen und Tierarten zu beklagen haben, gibt dieses positive Beispiel Hoffung. Wir Menschen sind verantwortlich für das Sterben und manchmal auch Aussterben von vielen Arten in der Tier und Pflanzenwelt, aber wir können auch dafür sorgen dass in unserer Natur wieder Vielfalt herrscht und dazu gehören auch die großen Beutegreifern wie Wolf, Luchs und unsere Greifvögel.
In diesen Sinne begrüßt der NABU-Kreisverband Warendorf die Rückkehr des Wolfes.

Werden Sie Fledermausbotschafter!

Sie wollten schon immer erfahren, was sich hinter den Mythen und Sagen der Fledermäuse wirklich verbirgt? Sie wollen unsere heimischen Fledermäuse schützen und ihre Begeisterung für die Tiere an andere Menschen weitergeben? Dann werden Sie doch Fledermausbotschafter!

 

Der NABU NRW bietet zusammen mit den Fledermausschützern eine kostenlose Schulung zum „Fledermausbotschafter“ an. In Theorie- und Praxiseinheiten lernen Bürger und Bürgerinnen von erfahrenen Fledermausfachleuten Wissenswertes zur Ökologie und Lebensweise von Fledermäusen, über Artenschutzmaßnahmen, rechtliche Rahmenbedingungen und zur Umweltbildung. 

Die Ausbildung beinhaltet fünf Module, die an insgesamt fünf Wochenend-Tagen über mehrere Monate verteilt stattfinden. Am 16. April 2016 startet die Ausbildung in Münster.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Möchten auch Sie sich für die Nachtkobolde stark machen? Dann melden Sie sich einfach bei uns und wir informieren Sie über die nächsten Schulungen. 

 

Anmeldung und Kontakt:

NABU NRW, Sarah Sherwin, Tel.: 0211-159251-50, E-Mail: Sarah.Sherwin@NABU-NRW.de, www.fledermaus-willkommen.de

Auszug "Die Glocke" vom 23.12.15

3.12.2015

Blütenreiche Wegränder - letzte Refugien der Artenvielfalt in unserer Agrarlandschaft

Vortrag der NABU-Naturschutzstation Münsterland in Westkirchen am Weihnachtstreff des NABU-KREISVERBANDES Warendorf

 

Blütenreiche Wegränder - letzte Refugien der Artenvielfalt in unserer Agrarlandschaft

Hieß der Vortrag von Dr. Thomas Hövelmann am Weihnachtstreff des NABU-KREISVERBANDES Warendorf

 

Wenn Sie mal einen sehen, pflücken Sie ruhig ein Blättchen ab und riechen Sie daran – da denkt jeder sofort an Pizza!“ Referent Dr. Thomas Hövelmann von der NABU-Naturschutzstation Münsterland spielte mit allen Sinnen, während er die Zuschauer die Namen der Pflanzen raten lies. Am vergangenen Donnerstag-Abend stellte der Diplom-Biologe auf Einladung des NABU-Kreisverbands Warendorf in einem Bildervortrag in der Gaststätte "Badde" in Ennigerloh-Westkirchen einige Blütenpflanzen unserer heimischen Wegränder vor. So kannten einige der rund 20 Besucher viele Pflanzennamen, die auf teilweise künstlerischen Fotos präsentiert wurden, wie den Oregano-duftenden Dost.

 

Neben der Vorstellung typischer Pflanzenarten erläuterte Hövelmann anhand von Statistiken den dramatischen Rückgang von Wildblumen und bedauerte den daraus folgenden Verlust von Insekten, Vögeln und Fledermäusen: „Es gehen ja nicht nur die Arten verloren, sondern wir haben auch viel weniger Individuen. Da täuscht Ihr Bauchgefühl nicht, wenn Sie sich an Ihre Kindertage mit Insekten-verklebten Windschutzscheiben erinnern!“ Ursachen des Verlustes nährstoffarmer Arten, wie sie früher an Wegrändern wild wuchsen, ist unter anderem die Überdüngung der Landschaft als Folge der Agrarindustrie. „Dies können wir heute nicht ändern“, so Hövelmann, „aber wir können auf Verwaltung und Politik einwirken, wenigstens diesen nicht nur nützlichen, sondern auch schön aussehenden Lebensraum wieder zu fördern.“ Voraussetzung sei vor allem eine zum Teil spätere Mahd mit Abfuhr des Mahdgutes idealerweise zur Nutzung in Biomasse-Kraftwerken, Pufferstreifen zur angrenzenden landwirtschaftlichen Nutzung und die Rückholung überackerter Seitenstreifen.

 

Besonders beliebt bei den Zuhörern in Westkirchen waren die Ergebnisse eines Fotowettbewerbs, den die NABU-Naturschutzstation Münsterland in diesem Jahr zum Thema artenreiche Säume ausgerichtet hatte. Und damit endete der Vortrag zu einem unterschätzten Lebensraum, der alle Sinne anspricht.

 

 

Der Vortrag war leider die letzte Veranstaltung des NABU-Kreisverbandes Warendorf, die "bei Badde" statt fand. Nach über 300 Jahren schließt die älteste Gaststätte im Kreis Warendorf zum Jahresende ihre Pforten. Claus-Peter Weigang als Vorsitzender des NABU WAF bedankte sich bei Ulrich und Ulrike Badde mit einem kleinen Geschenk für die langjährige gute Zusammenarbeit, die vor 38 Jahren am 2. November 1978 damals noch DBV Deutschen Bundes für Vogelschutz” anfing.

 

Claus-Peter Weigang (links), Vorsitzender des NABU WAF, bedankt sich bei Ulrich und Ulrike Badde für die langjährige gute Zusammenarbeit

Umweltverbände stellen ihre Position bei den Wasser- und Bodenverbänden da

Die Sachbearbeiterin für die Verbändebeteiligung der Umweltverbände im Kreis Warendorf, Annette Brandenfels, BUND-Kreisgruppe Warendorf, trägt im Rahmen einer Dienstbesprächung der Wasser- und Bodenverbände im Kreis Warendorf Ende 2014 die Position der Umweltverbände zur schonenden Gewässerunterhaltung vor.

Hier zwei Links zur Präsentation und zum Manuskript:

Präsentation

Manuskript

Beurteilung der Ausgleichsmaßnahmen an der Ortsumgehung Wolbeck

Maßnahmen zur Einhaltung der Vorschriften für besonders geschützte Tierarten gem. § 44 (1) BNatSchG in Verbindung mit dem Bau und der Inbetriebnahme der Ortsumgehung Wolbeck im Zuge der L 585

 

Am 16. Dezember 2014 wurde die OU Wolbeck für den Verkehr frei gegeben. Zuvor waren auf der Krone der Anrampung, die durch das waldreiche Gebiet der „Tiergartenheide“ auf die Brücke über die WLE-Strecke Münster - Beckum zuführt, in dichter Folge etwa vier Meter hohe Buchen-Heister gepflanzt worden.

 

Damit war eine Forderung der Naturschutzverbände des Kreises Warendorf erfüllt worden. Denn um bei dem nicht mehr zu verhindernden Bau der OU Wolbeck zum Mindesten auf die Erfordernis der Einhaltung der Vorschriften für besonders geschützte Tierarten gem. § 44 (1) BNatSchG zu dringen, hatte der NABU Kreisverband Warendorf, vertreten durch Alexander Och, für die Naturschutzverbände des Kreises Warendorf in seiner Stellungnahme im Dez. 2003 ausgeführt: „Bei den Schutzmaßnahmen … geht es um Anpflanzungen von Hecken …; hier haben wir große Bedenken. Das Problem sehen wir in der Wuchszeit der vorgesehenen Anpflanzungen, da man keine Hecke von 4 m Höhe pflanzen kann. Diese Höhe braucht man aber, um die streng geschützten Fledermäuse und auch Vögel wie Spechte, Eulen usw. vor Kollisionen mit dem Fahrzeugverkehr zu bewahren.“ Und weiter: „Weiter wäre der geplante Wildschutzzaun für tief fliegende Fledermäuse ein Hindernis, das diese nicht so gut orten können. Wenn dann Bäume und Hecken den 4 m-Höhenbereich geschlossen haben, kann das für die Fledermäuse schon zu spät sein.“

 

Die Hinweise auf die Populationsgefährdung der streng geschützten Fledermausarten veranlassten die Straßenbauverwaltung, vor ihrer Abwägung Kontakt mit allen beteiligten Fachbehörden und auch „mit dem in Münster ansässigen Biologen und Fledermausexperten Herrn Trappmann“ aufzunehmen. In der Stellungnahme der Straßenbauverwaltung zu den Einwendungen lautet das Ergebnis dieser Abstimmungen wie folgt: „Die Schutzmaßnahmen bzw. Überflughilfen sollen so früh wie möglich und vor der Inbetriebnahme der Umgehungsstraße durchgeführt werden.“

 

Somit wurde den Hinweisen der Naturschutzverbände in diesem Falle gefolgt, wie auf den Fotos zu sehen ist. Leider wurde die Anregung, den Wildschutzzaun so auszuführen, dass Fledermäuse dadurch nicht gefährdet werden, nicht aufgegriffen. Hierauf sollte der Landesbetrieb Straßen NRW noch angesprochen werden.

 

Ein Bericht von Annette Brandenfels, BUND Gruppe Warendorf, Sachbearbeiterin in der Verbändebeteiligung der Umweltverbände im Kreis Warendorf

Weihnachtstreffen

Am Donnerstag den 4. Dezember findet das diesjährige Weihnachtstreffen des NABU-Kreisverband Warendorf um 19:30 Uhr im Gasthof Badde in Westkirchen statt. Michael Bisping und Christian Göcking berichten über das Projekt "Schutz der Knoblauchkröte" einem Life-Projekt der EU und des Landes NRW in Trägerschaft der NABU-Naturschutzstation Münsterland und der Kreises Borken und Warendorf. Im Rahmen des Projektes erfolgte eine erfolgreiche Erhaltungszucht der Knoblauchkröte. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen!

Der Habicht - Vogel des Jahres 2015

Der Habicht - Vogel des Jahres 2015. Foto: Peter Kühn
Der Habicht - Vogel des Jahres 2015. Foto: Peter Kühn

Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den Habicht (Accipter gentilis) zum „Vogel des Jahres 2015“ gewählt. Auf den Grünspecht, Vogel des Jahres 2014, folgt damit ein Greifvogel, der wie viele andere seiner Verwandten immer noch der illegalen Verfolgung ausgesetzt ist, obwohl die Jagd auf den Habicht seit den 1970er Jahren verboten ist.

„Illegal abgeschossene, vergiftete oder gefangene Habichte sind nach wie vor trauriger Alltag. Es gibt immer noch einzelne Jäger, die ihn als Konkurrenten bei der Jagd auf Hasen und Fasane sehen. Auch bei Geflügel- und Taubenzüchtern ist der Habicht besonders unbeliebt. Jährlich stellen Polizisten und Tierschützer in Deutschland Habichtfangkörbe sicher – viele davon in der Nähe von Taubenhaltungen“, sagte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz.

 

„Illegale Greifvogelverfolgung ist kein Kavaliersdelikt“, so die Verbände. NABU und LBV fordern, dass entsprechende Straftaten systematisch erfasst, aufgeklärt und angemessen geahndet werden. Dafür müssen speziell geschulte Einheiten und Koordinationsstellen bei der Polizei und den Naturschutzbehörden der Länder in allen Bundesländern eingerichtet werden. Als Vorbild ist hier die Stabsstelle zur Bekämpfung von Umweltkriminalität in Nordrhein-Westfalen zu nennen. Seit 2005 widmet sie sich unter anderem der Eindämmung illegaler Greifvogelverfolgung. Die im Umweltministerium angesiedelte Einrichtung arbeitet intensiv mit den Polizeibehörden zusammen, um eine konsequente Strafverfolgung zu ermöglichen.

Der 50 bis 60 Zentimeter große Habicht ist ein kräftiger Greifvogel mit kurzen gerundeten Flügeln und einem relativ langen Schwanz.

www.NABU.de/verfolgung-melde

Weitere Informationen zum Habicht

Busse aus dem Münsterland zur Demo in Berlin

Auch dieses Jahr fahren wieder Busse aus dem Münsterland zur agrarpolitischen Demo nach Berlin an.
Auch der NABU möchte den wichtigen Einsatz für die Agrarwende unterstützen und ein Zeichen für mehr Tierschutz, für mehr Umweltschutz und soziale Arbeitsbedingungen in der Agrarwirtschaft setzen! Daher weisen wir hiermit auf die Busse zur Demo hin und würden uns über eine rege Beteiligung freuen!
Ein Bus fährt von Coesfeld über Billerbeck, Münster, Telgte, Warendorf und Beelen nach Berlin. Von Drensteinfurt nach Warendorf wird zusätzlich noch ein Zubringer eingesetzt.
Da die Demo bereits um 11 Uhr beginnt sind die Abfahrtszeiten wie folgt:
4 Uhr ab Coesfeld, Bahnhof
4:15 Uhr ab Billerbeck, Bahnhof
4:50 Uhr ab Münster, Bushaltestelle Halle Münsterland
5:20 Uhr ab Telgte, Bushaltestelle St Rochus Hospital
5:45 Uhr ab Warendorf, Bahnhof
6:00 Uhr ab Beelen, Bushaltestelle Marktplatz
11:30 Uhr an Berlin

Rückfahrt
16 Uhr ab Berlin
23:30 Uhr an Coesfeld

Zubringerbus Drensteinfurt - Warendorf
4:45 Uhr ab Drensteinfurt, Bahnhof
5:35 Uhr an Warendorf, Bahnhof

Rückfahrt
22 Uhr ab Warendorf, Bahnhof
22:50 Uhr an Drensteinfurt, Bahnhof

Als Kostenbeteiligung sind im Bus 15€ Normalpreis zu entrichten, Schüler und Studenten zahlen 5€, Förderbeitrag 25€.
Anmeldung mit:
Namen aller Teilnehmer, Wohnort, E-Mail Adresse und Telefonnummer
bei der Grünen Kreisgeschäftsstelle Warendorf unter geschaeftsstelle@gruene-waf.de oder 0179/7552748.
Bis zum 12. Januar muss feststehen ob sich genügend Teilnehmer finden, daher meldet euch bitte möglichst schnell an und leitet die E-Mail an interessierte weiter!

Ein zweiter Bus fährt aus dem Münsterland um ca 5 Uhr von Emsdetten über Greven, Ladbergen und Osnabrück nach Berlin, Rückkehr gegen 21:30 Uhr.
Anmeldung bei Brigitte Meibeck unter 0176/51656383 oder brigitte.meibeck@gmx.de!

Die Stolze unter den Schönen

Der NABU sucht die Schwanenblume

Blütenstand der Schwanenblume
Blütenstand der Schwanenblume

Wo wächst noch die Schwanenblume? Der NABU bittet alle Naturfreunde, während der Sommerferien auf diese schöne Art unserer Gewässer zu achten und Fundorte mit genauer Lage und ungefährer Größe des Bestandes zu melden unter schwanenblume@NABU-Station.de oder 02501/9719433. "Auf diese Art und Weise können wir uns einen Überblick über die Verbreitung dieser gefährdete Pflanzenart machen", so Dr. Thomas Hövelmann von der NABU-Naturschutzstation Münsterland. Der Biologe sammelt die Fundangaben und bereitet sie für die Rote Liste der gefährdeten Arten in NRW und für die Umweltdaten der Stadt Münster auf. Durch eigene Untersuchungen werden die Daten ergänzt, um regelmäßige Kontrollen zu ermöglichen. "Diese Kenntnisse helfen uns, gezielt Schutzmaßnahmen ergreifen zu können", so Hövelmann weiter, "und für diese stolze Schönheit machen wir das auch gerne."
Die Schwanenblume ist eine der schönsten heimischen Wildpflanzen. Als typische Sumpfpflanze wächst sie vor allem am Ufer von Seen und kleine Flüssen. Im Sommer bildet sie einen nach Honig duftenden Blütenstand mit bis zu 30 Blüten je Dolde aus. Auch ihre Laubblätter sind aufgrund ihrer Größe nicht zu übersehen: sie können bis zu 150 cm lang werden, sind sehr schmal und im Querschnitt dreieckig. In vielen Teilen Mitteleuropas ist sie leider selten geworden. Vor allem der Ausbau unserer großen Bäche und kleinen Flüssen zu geraden Vorflutern mit starker Strömung und steilen Ufern hat ihr zugesetzt. Im Münsterland hat die Schwanenblume einen Rückzugsort gefunden, an dem sie noch in großer Zahl wachsen kann, so zum Beispiel am Aasee in Münster oder am Emmerbach in der Davert.
Die Fundangaben können aber auch direkt eingegeben werden: http://www.florenkartierung-nrw.de/, Nach einer einmaligen Registrierung können unter "Neue Erfassungen" die Funde lagerichtig mit Bestandsgröße in die Datenbank eingegeben werden.

Die Schwanenblume - Butomus umbellatus
Die Schwanenblume - Butomus umbellatus

Hirschkäfer-Exkursion im Bergeler Wald bei Oelde

HIrschkäfer (Foto: Klaus Kiuntke)
HIrschkäfer (Foto: Klaus Kiuntke)

Besuch bei unserem größten Käfer

Zu einem naturkundlichen Spaziergang im Bergeler Wald bei Oelde lädt der NABU am kommenden Dienstag, den 28. Mai, alle Naturinteressierten herzlich ein. Im Mittelpunkt steht dabei der Hirschkäfer, unser größter heimischer Käfer. Unter Leitung des Diplom-Biologen Dr. Thomas Hövelmann von der NABU-Naturschutzstation Münsterland und dem örtlichen Naturfreund Tönne Sunderkemper werden Lebensweise und Wohnstätten der Hirschkäfer gezeigt, und mit etwas Glück und bei passendem Wetter bekommt man die geflügelten Riesen auch zu Gesicht.

Treffpunkt ist um 20 Uhr auf dem Parkplatz der Gaststätte "Waldlust Niehüser", Stromberger Straße 74 bei Oelde. Die Veranstaltung ist kostenlos, um Spenden wird gebeten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Hirschkäfer ist mit bis zu 9 cm Körperlänge unser größter heimischer Käfer. Für seine Lebensweise ist er auf alte Eichen und mächtiges Totholz angewiesen. Wegen seiner anspruchsvollen Lebensweise und langen Entwicklungszeit der Larve im Boden ist er bei uns heute selten geworden. In den Beckumer Bergen rund um Oelde finden sich noch einige der größten Bestände der gefährdeten Art in ganz Nordrhein-Westfalen.

Seminar für Kinder- und Jugendgruppenleiter

Naturschutzjugend

Gruppenleiterseminar Modul II

Es sind noch Plätze frei!

Dieses Seminar baut auf das „Modul I“-Theorieteil auf. Hier stellen wir dir Ideen vor, wie man kreativ und spielerisch Gruppenstunden, Aktionstage und Freizeiten gestalten kann. Natürlich bist du dabei auch selbst aufgefordert, kreativ zu sein. Neben handwerklichen Arbeiten werden wir auch eine Menge Spiele ausprobieren. Weiterhin lernst du etwas über die Grundprinzipien der Umweltbildung und sollst auch diese praktisch umsetzen. Gemeinsam mit den Nachweisen von „Modul I“, einem „Modul III“ deiner Wahl und einem Erste-Hilfe-Kurs kannst du dann die Jugendleitercard unter www.juleica.de online beantragen.
22./23.06.2013 DJH Tecklenburg, Leitung: Janine Ringel und Stephan Poddey
Alter: ab 15
Anmeldung: NAJU NRW  [Online-Anmeldung]
Beitrag: 60 €, für NAJU-Mitglieder 30 €

NABU gründet erste Gruppe in Warendorf

Am 17. Mai trafen sich ca. 15 NABU-Mitglieder zur Naturgartenexkursion auf dem Biohof Schulze-Schleppinghof. Nach der Gartenbesichtigung lud Familie Schulze-Schleppinghof die NABU-Mitglieder in die Deele zu Schnittchen und Kaffee ein. Die Teilnehmer tauschten sich zu ihrem Interesse an NABU-Aktivitäten in und um Warendorf aus und beschlossen sich in Form einer NABU Gruppe vor Ort regelmäßig zu treffen. Das erste Treffen der neuen Gruppe findet am 4.6. um 19:30 Uhr an der Alten Herrlichkeit statt. Ansprechpartnerin der Gruppe ist die bisherige Ortsansprechpartnerin und Initiatorin der Gründung Gabriele Dormann.

Werner Suntrup vom Biohof Schulze-Schleppinghoff begrüßt die Teilnehmer
Werner Suntrup vom Biohof Schulze-Schleppinghoff begrüßt die Teilnehmer

Gebraucht fährt auch

„Gebraucht fährt auch“ ist das Motto des Warendorfer Gebrauchtfahrradmarktes. Seit 2002 wird der Fahrradmarkt vom ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub), dem VCD (Verkehrsklub Deutschland), den Grünen und der IWS (Interessengemeinschaft Warendorf Süd-keine B64n) organisiert. Das Konzept ist denkbar einfach: Jeder Fahrradbesitzer kann sich einen Stellplatz suchen und sein Fahrrad zum Verkauf anbieten. Rund 400 Fahrräder wechselten auf dem Gebrauchtfahrradmarkt, der in diesem Jahr auf dem Laurentius-Kirchplatz stattfand, ihren Besitzer.

Das Angebot der Fahrräder ist sehr vielfältig
Das Angebot der Fahrräder ist sehr vielfältig

Zum vierten Mal versorgte die Naturschutzjugend Warendorf NAJU Besucher des Fahrradmarktes mit Waffeln, Apfelküchle und Apfelsaft.

Beim Fahrradmarkt wechselten nicht nur die Fahrräder ihre Besitzer, sondern mit dem Wechslerpaket von NABU und urgewald konnte auch noch der Stromanbieter gewechselt werden.

„Alle gewinnen. Stromwechseln hilft“ ist das aktuelle Kooperationsprojekt von urgewald e.V. und NABU im Kreis Warendorf. Wenn zu einem der empfohlenen Stromanbieter gewechselt wird, erhält das Energieprojekt Klimaschutz im Pumpenhaus Ahlen eine Gutschrift von 20 Euro. Online gewechselt werden kann unter www.stromwechseln-hilft.de/projekt_nabu

Zum ersten Mal hatte dir Naturschutzjugend Waffeln mit der lächelnden Sonne und dem „Atomkraft Nein Danke“ Logo im Angebot. Garantiert ohne Atomkraft, nämlich mit einem Holzvergaser wurde die Energie für das Antiatomkraftwaffeleisen erzeugt. Ohne Strom wurden auch die Apfelküchle (kleine Apfelpfannkuchen) mit dem Solarkocher gebraten - ein Gewinn für ALLE!!!!!

Der Solarkocher
Der Solarkocher

Jugendliche zeigen Einsatz für Steinkauz und Fledermaus

Auf Initiative der Heinz-Reckendrees-Stiftung und der Anne-Frank-Hauptschule konnte ein gutes Beispiel für Kooperationen des NABU im Winter 2010 / 2011 in Ennigerloh realisiert werden. Die Heinz-Reckendrees-Stiftung mit Sitz in Enniger führt in Ihrem Stiftungsauftrag die Aufgabe Kindern und Jugendlichen ein Verständnis für Natur und Umwelt und dessen Schutz zu vermitteln. Diese Aufgabe wird u. a. über vielfältige Kooperationen mit Schulen erfüllt. In diesem Fall konnten verschiedene Jahrgänge im Werkunterricht eingebunden werden. Ziel der Kooperation war der Bau von Nisthilfen für Steinkäuze und Fledermäuse. Die Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Schule haben in dem Projekt sehr gute handwerkliche Arbeit geleistet und noch einiges über die Tierarten gelernt. So ist z.B. beim Bau der Steinkauzröhren darauf geachtet worden, dass ein Eingangslabyrinth zum Schutz vor Plünderungen durch den Marder eingebaut wurde. Die fertigen Nisthilfen werden nun vom NABU an geeigneter Stelle im Kreis Warendorf aufgehängt. Wer Interesse an einer Nisthilfe hat kann sich gerne an den NABU-Kreisverband Warendorf wenden.

Neben dieser Kooperation mit der Anne-Frank-Hauptschule ist aber auch ein weiteres Projekt zustande gekommen. Die Heinz-Reckendrees-Stiftung unterhält bei Enniger eine Waldschule. Hier handelt es sich um ein großes reich strukturiertes Gelände mit natürlichen Waldstrukturen, einer Wiese und einem Teich. Diese Fläche wurde im Winter noch weiter aufgewertet indem Kopfweidenstecklinge gepflanzt und Weidentippis gebaut wurden. An diesem Projekt war neben dem NABU, der das Weidenmaterial zur Verfügung stellte, auch die NAJU Warendorf beteiligt. Die Jugendlichen der NAJU haben fleißig beim Pflanzen und Flechten geholfen um die Fläche mit Kopfweiden anzureichern und den Kindern der Waldschule eine natürliche Spiellandschaft zu bieten. Trotz des harten Lehmbodens waren die Helferinnen und Helfer mit Spaß bei der Sache und konnten sich zwischendurch auch dank der guten Versorgung mit Getränken und Gebäck wieder stärken.

 

Nach diesen positiven Erfahrungen in der Zusammenarbeit hoffen alle Beteiligten auf eine Fortführung der Kooperation mit neuen Projekten in den nächsten Jahren.

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